Museo Castello San Materno

26. April – 23. August 2026

Sehnsucht nach dem Süden
Deutsche Künstler in Italien 1865–1915

Italien galt im 19. Jahrhundert als Sehnsuchtsort für Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa. Sie begeisterten sich für die einzigartigen Kunstschätze von der Antike bis zum Barock, für die vielfältigen Landschaften und das unvergleichliche mediterrane Licht. Das einfache, ursprüngliche Leben der Bevölkerung erschien ihnen als überzeugender Gegenentwurf zur industrialisierten und politisch angespannten Welt nördlich der Alpen.

Die Sonderausstellung Sehnsucht nach dem Süden – Deutsche Künstler in Italien 1865–1915 vereint Zeichnungen, Gemälde und Plastiken deutschsprachiger Künstler, die zwischen 1865 und 1915 in Italien lebten und arbeiteten. Während Otto Greiner, Adolf Hirémy-Hirschl oder Sigmund Lipinsky antike Themen und klassische Ideale neu interpretierten, widmeten sich Oswald Achenbach und Ludwig Passini den faszinierenden Landschaften und Städten von Venedig über Rom bis Neapel. Auch kurze Aufenthalte hinterliessen deutliche Spuren im Oeuvre mancher Künstler: Werke von Anton von Werner, Adolph von Menzel oder August Gaul bezeugen ihre nachhaltige Begeisterung für das Land.

Rund 40 Exponate aus einer deutschen Privatsammlung, die erstmals öffentlich gezeigt wird, veranschaulichen die stilistische und thematische Vielfalt dieser Künstlergeneration. Sie dokumentieren eine Epoche im Wandel, in der akademische Traditionen auf neue Bildwelten trafen – und bewahren bis heute die Sehnsucht nach zeitloser Schönheit.


Anlässlich der Ausstellung erscheint im Wienand Verlag, Köln, ein umfangreicher, reich bebilderter Katalog,  herausgegeben von Harald Fiebig und Ilse Ruch im Auftrag der Kulturstiftung Kurt und Barbara Alten.

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