Museo Comunale d'Arte Moderna

31. Mai (DATUM NOCH ZU BESTÄTIGEN) – 6. September 2026

Luisa Figini
Retrospektive

Die Ausstellung präsentiert das Werk von Luisa Figini und steht im Zeichen der Reihe von Ausstellungen, die das Museo Comunale d’Arte Moderna Ascona den bedeutendsten Künstlern des Tessins widmet.

Luisa Figini ist eine vielseitige Persönlichkeit: seit den 1980er Jahren beschäftigt sie sich mit zeitgenössischer Kunst und nimmt Trends und multimediale Ausdrucksformen auf, die sie in ihre persönliche Poetik einfliessen lässt, deren Bedeutung für die künstlerische Forschung ihrer Generation besondere Relevanz hat.

In der Ausstellung interagieren immer wieder unterschiedliche Bildsprachen miteinander, entsprechend thematischen Zusammenhängen und komplexen Dynamiken, und finden ihren Ausdruck im Experimentieren mit einer Vielzahl von Medien und Materialien. Von den ersten Erfahrungen mit Keramik – einer intimen, viszeralen Beziehung zum Material und zu den Grenzen seiner Widerstandsfähigkeit und Ausdruckskraft – geht die Künstlerin zu Installationen über, die aus natürlichen Materialien – Wachs, Haar, Eingeweide, Papier – und synthetischen Materialien – Metallnetzen –, mit Video und Audio, bis hin zu hybriden Werken, in denen die Projektion sich bewegender Bilder mit Malerei und Zeichnung einhergeht.

Die gestalterisch-künstlerische Erkundung von Luisa Figini entwickelt sich im Laufe der Jahre weiter und verfeinert sich zu einer Reflexion über die Rolle der bildenden Kunst als konzeptuelles Kommunikationsmittel: die Überwindung technischer Schwierigkeiten übersetzt die Ausdruckskraft, die – paradoxerweise – in der Fragilität liegt; thematische Schwerpunkte, die mit dem Objekt, dem Körper und der Beziehung verbunden sind, lösen einen destabilisierenden Dialog zwischen unterschiedlichen Welten aus. Luisa Figini arbeitet mit der Sinneserfahrung, dem Sehen, dem Fühlen und einer intuitiven Wahrnehmung des Raums und des Anderen: im Dialog mit wissenschaftlichen Themen hinterfragt sie unsere soziale Rolle und unsere anthropologische Identität.

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